Marktanalyse (03.12.2009)

Max-Value:


Im Gegensatz zum „heißen Herbst“ 2008 als das Weltfinanzsystem auf der Kippe stand, ging es in den vergangenen beiden Monaten an der Börse recht gemächlich zu und per saldo waren kaum Veränderungen zu verzeichnen.


Auch die jüngsten Meldungen über Finanzprobleme  Dubais wurden vom Markt relativ schnell verarbeitet und man kehrte zur Tagesordnung über.




Ein etwas detaillierter Blick auf die Einzelwerte zeigt allerdings, dass gewisse gegenläufige Entwicklungen vonstatten gingen. So gehörten Finanztitel (angeführt von der Commerzbank mit einem Minus von 28%) zu den großen Verlierern der letzten beiden Monate, während sich dividendenstarke Titel wie BASF (+11%), Bayer (+5%) und (man höre und staune) die Dt. Telekom (+5%) positiv entwickelten.


Unsere 3 Top-Positionen Porsche (-14%), Nordex (-11%) und Allianz (-4%) machten durchweg wenig Freude und angesichts dieser Zahlen können wir zufrieden sein, daß wir per Saldo in den letzten beiden Monaten ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen konnten.


Verantwortlich hierfür war die weiterhin konsequent angewandte Strategie auf Werte mit hoher Volatilität (wie z. B. Porsche) Call-Optionen zu schreiben und damit in Seit- bzw. Abwärtsbewegungen Prämieneinnahmen zu generieren.


Außerdem entwickelte sich die Drillisch-Aktie, die wir mittlerweile mit knapp 3,3% im Fonds gewichtet haben mit einem Kursplus von 32% weiterhin hervorragend. Performancegetrieben ist dieser Titel damit unter den Top 10 Positionen des Fonds zu finden.


Die Schwäche von Daldrup (-17%) nutzten wir, um unsere Position in diesem sehr gut geführten Unternehmen auszubauen.


Wir glauben, dass der Markt sich momentan in der Range von 5.600 – 5.800 DAX-Punkten in einer Konsolidierungsphase befindet, sind aber davon überzeugt, dass wir um den Jahreswechsel herum dann die Marke von 6.000 Punkten angreifen werden.


Max-Global:


Die Weltbörsen zeigten sich im vergangenen Monat mit unterschiedlichen Gesichtern.


Während sich der DAX für keine Richtung entscheiden konnte und nahezu unverändert schloss, präsentierte sich New York in guter Verfassung.




Der Dow Jones konnte um knapp 6% zulegen, während der Nikkei-Index in Tokio um 7% nachgab.


Allerdings wurden die Gewinne in den USA für einen „europäisch rechnenden Anleger“ durch den schwachen Dollar, der phasenweise wieder die Marke von 1,50 gegenüber dem Euro durchbrach, teilweise kompensiert.


Die Japaner können einem wirklich leid tun. Zum wiederholten Maße rutsche die Wirtschaft dort in eine Deflation und damit setzte sich das nun schon 20 Jahre dauernde Trauerspiel am Kabuto Cho fort.


Wir nutzten die Turbulenzen bei den heimischen Biogasproduzenten nach der Pleite des eins-tigen Vorzeigeunternehmens Schmack Biogas und bauten unsere Position beim Marktführer Envitec weiter aus.


Die Gewinne bei der einen oder anderen US-Aktie (Mc Donalds und Microsoft stiegen je-weils um ca. 10%) konnten wir aufgrund eines Devisen-Kurssicherungsgeschäfts weitgehend netto vereinnahmen. Der neu entflammte Wettskandal im europäischen Fußballsport bescherte betandwin wieder einmal eine kostenfreie Aufmerksamkeit in den Medien und der Kurs stieg um 20%. Damit hat die Aktie den Sprung unter die Top 10 Positionen des Fonds geschafft.


Nach wie vor lautet im Max-Global die Devise „Warren Buffet + erneuerbare Energien“, wenngleich die Wertentwicklung der 5 größten Positionen im vergangenen Monat unter dem Marktdurchschnitt blieb.


Aber wir sehen dies nicht mit der monatlichen Brille, sondern sind davon überzeugt, daß uns diese Titel auf lange Sicht viel Freude bereiten werden.


Ein Ergebnis von + 14% seit Jahresanfang gibt uns in dieser Hinsicht (zumindestens vorläufig) recht.



Flex-Plus:


Der Flex-Plus zieht weiter stetig seine Bahn und konnte im November um 0,74% zulegen, was die Jahresbilanz seit dem 01.01.2009 auf stolze 11,52% hievte.


Im Prinzip passiert hier aber nichts anderes, als dass die Fehlbewertungen, die sich gegen En-de des vergangenen Jahres aufgebaut haben, jetzt sukzessive wieder abbauen.


Die Bayerische Landesbank hat im vergangenen Monat sogar überraschend eine strukturierte Anleihe vorzeitig zurückgezahlt, was im vergangenen Herbst noch völlig undenkbar schien.


Das freiwerdende Kapital investierten wir in eine Unternehmensanleihe von Daimler, die uns auf Basis AUS-$ eine jährliche Rendite von ca. 7% in den kommenden 4 Jahren bringt.


Natürlich mit Währungsrisiko im AUS-$, wobei wir in diesem Fall aber auch die Chance auf zusätzliche Währungsgewinne nicht ganz ausschließen.


Grundsätzlich stellt der Flex-Plus nach wie vor die Anlagealternative für den Anleger dar, der das Risiko am Aktienmarkt scheut, auf der anderen Seite aber etwas mehr als die 1+x%, die derzeit ein Festgeld bringt, erzielen möchte.



S-Plus:


Nach einem fulminanten Start mit +15% im 3. Quartal, machte dem S-Plus die Konsolidierungsphase mit einer ausgeprägten Seitwärtsbewegung zu schaffen und der Fonds musste die im Jahresverlauf erzielten Gewinne wieder abgeben.


Allerdings zeigt die Historie, dass Seitwärtsbewegungen am Aktienmarkt immer Phasen waren in denen der Fonds sich unterdurchschnittlich entwickelte.


Gegen Ende November hatten wir die Situation, dass das Investitionssignal an 4 Tagen hin-tereinander wechselte. In der 23-jährigen Historie, in der wir das System backgetestet haben, gab es das insgesamt nur 3-Mal.


Von daher lautet hier die Devise: Mit der Rückkehr des Marktes zu klaren Trends, wird das System seine wahre Stärke ausspielen.


Mit mittlerweile knapp 7 Mio € Fondsvermögen ist der S-Plus auf dem besten Weg in den kommenden Wochen die Marke von 10 Mio € zu erreichen.